Stellvertretender Schulleiter Manfred Lang Ruhestand

Er war die Seele der Schule, behielt auch in schwierigen Details den Überblick, war jederzeit ansprechbar, immer um optimale, schüler-, eltern- und lehrergerechte Lösungen bemüht, war vielen ein Vorbild und ein angenehmer, aber auch kritischer Gesprächspartner. Studiendirektor Manfred Lang, seit 10 Jahren stellvertretender Schulleiter unserer Schule, ging nun zum Schuljahresende 2011/12 nach 38-jähriger Tätigkeit bei uns in den Ruhestand.   

 

Bei seiner Verabschiedungsfeier im kleinen Saal des Konzerthauses waren sich Schulleiterin Irene Mack, Elternvertreter, Schüler und Kollegium einig, dass man eine ganze herausragende Lehrerpersönlichkeit verlieren würde. Auf Langs ausdrücklichen Wunsch hin  fand die Feier in einem persönlichen und lockeren, aber trotzdem feierlichen Rahmen statt.

Oberstudiendirektorin Mack würdigte die vielfältigen Verdienste ihres Kollegen, der ihr seit ihrem Dienstantritt als Schulleiterin vor einem Jahr eine ganz wesentliche Stütze und ein hervorragender Ratgeber gewesen sei. „Man hat bei Ihnen das Engagement und die Freude am Beruf gespürt. Fachkompetenz, Fleiß und ein hohes Maß an Gewissenhaftigkeit zeichnen Sie aus.“     

Manfred Lang legte das Abitur in Ravensburg ab und kam nach dem Studium der Fächer Physik und Mathematik bereits im Jahr 1974 als Referendar an das Gymnasium Trossingen. Im Laufe der Jahre nahm er eine Fülle verschiedener Aufgaben wahr, wobei ihm die Tätigkeit als Klassenlehrer besonders wichtig war. Bürgermeister Dr. Maier dankte dem Pensionär herzlich dafür, dass er in den letzten, für das Gymnasium Trossingen besonders schwierigen Jahre die Schule auf Kurs gehalten hatte. Manfred Lang hatte nach der schweren Erkrankung des damaligen Schulleiters Wolfgang Menz  im Jahre 2009 sehr viel Verantwortung zu tragen und die Schule trotzdem ganz hervorragend geführt.

Die Elternbeiratsvorsitzende Konstanze Schröder griff in ihrer Ansprache auf die Erfahrungen zurück, die sie in den letzten Jahren mit ihm als amtierendem Schulleiter und als Persönlichkeit gemacht habe. Sie habe mit ihm zwar nur beruflich zu tun gehabt, aber trotzdem sei er ihr in den Jahren ein Freund geworden. Schröder überreichte dem heimatverbundenen und bodenständigen Lang, der zur Erholung keinen Fernurlaub braucht; als Geschenk der Eltern eine Gartenbank.

David von Prondzinski als Schülervertreter betonte die außerordentliche Nähe Langs zu den Schülern und seine übergroße Hilfsbereitschaft. Besonders erstaunlich war, dass der letzte Abiturkurs  Langs nochmals vollständig angetreten war, um seinem scheidenden Mathelehrer seine Aufwartung zu machen. Zu „ABBA“-Klängen verdeutlichten die Schüler, dass sie sich in Mathematik gerade deswegen ins Zeug gelegt hatten, um ihn in seinem pädagogischen Engagement nicht zu enttäuschen.  

Personalrätin Monika Berlip und Kollege Ralf Becker stimmten in ihrer jeweiligen Ansprache überein, dass Lang mit seinen Arbeitsleistungen über das hinaus gegangen sei, was einem Menschen als berufliche Belastung zuzumuten sei. Vielfach habe er Stunden geopfert, um sinnvolle, zeitsparende Lösungsmodelle für Schüler und Lehrer zu finden. Er habe nicht mit seiner Zeit gehaushaltet, wenn es darum ging, für andere dazusein.

Auch sein Fachkollege Herrmann Riekert schwärmte von der Perfektion Langs. Als Mathematiker von analytischer Natur, sei es ihm gelungen, komplexe Pläne auszuarbeiten, die bis ins kleinste Details stimmten, egal, ob sie für 20 oder 150 Schüler galten. Eine weitere Besonderheit der Feier: Fast das ganze Kollegium Langs fand sich auf der Bühne ein, um als „Lehrer-Projektchor Lang“ dem verdienten Kollegen zu danken: „Danke, lieber Manfred, für deine Haltung. Du kannst viel mehr als Verwaltung! Du verbindest Stärken wie deine Sorgfältigkeit mit deiner Mitmenschlichkeit.“

So blieb dem gerührten Lang zum Schluss die Abschiedsworte in Anlehnung an Reinhard Mey: „Vielen Dank, Freunde, es wird Zeit für mich zu gehen!“

 

 

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