Schule ohne Rassismus - Zukunft braucht Zivilcourage - Wir zeigen Gesicht

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Auszeichnung

Stephan J. Kramer - der Hauptredner des AbendsDie Integrationsministerin Bilkay Öney und Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrates der Juden in DeutschlandMirjam und Tobias im Neuen SchlossTobias, Frau Sünder und Mirjam

Unter diesem Motto hatte die Landeskoordination der Organisation 'Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage' am Mittwoch, den 30. Januar 2013, ins Neue Schloss nach Stuttgart
geladen.
Das Gymnasium Trossingen war als jüngstes Mitglied Baden Württembergs natürlich ebenfalls eingeladen. Wir, das sind Mirjam Hohner, Tobias Brouwer und Herr Herrmann, fuhren gemeinsam nach Stuttgart und wurden sehr herzlich in den Kreis der 'Familie der Schulen ohne Rassismus' – so wurde es von Frau Sünder formuliert - aufgenommen.

 

Frau Sünder, die zur Titelverleihung kurz vor den Weihnachtsferien in Trossingen auf der Vollversammlung gesprochen hatte, begrüßte uns namentlich – als jüngste Mitgliedsschule!

Nach diversen Grußworten  - unter anderen von der Ministerin für Integration Bilkay Öney - hielt schließlich Herr Stephan Kramer, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland die Hauptrede des Abends. Er schlug den Bogen vom Datum des Tages, an dem sich zum 80. Mal die Machtübertragung auf Adolf Hitler durch den Reichspräsidenten Hindenburg jährte über das mutige Verhalten der Sozialdemokraten damals, die vertreten durch ihren Fraktionsführer Otto Wels in einer dramatischen Rede einige Wochen später den Nazis im Parlament mutig entgegentraten bis zum Jahr 2013.  Kramer stellte die Schulen ohne Rassismus in die Tradition des Otto Wels, der am 23.März 1933 in dieser Situation der psychischen und physischen Bedrohung wahrhaft Zivilcourage gezeigt hatte und trotz der Bedrohung durch SA-Schläger die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes aufrecht erhielt und begründete.  In seiner engagierten und bewegenden Rede nahm Kramer auch Stellung zu aktuellen Themen, wie z.B. der Debatte um das NPD-Verbot. So bekannte er – obwohl "sein Zentralrat" für ein Verbot eintrete, dass er selbst aus guten Gründen gegen ein Verbot der NPD sei: Eine antisemitische Partei könne man verbieten, den Antisemitismus nicht, so Kramer. Ein weiteres Argument war für ihn die bereits laufende Vorbereitung zur Neugründung einer Nachfolgepartei der NPD: Sollte die NPD wirklich verboten werden, dann werde umgehend "Die Rechte" gegründet.

Umrahmt wurde der Abend von hochklassigen Musikbeiträgen, vorgetragen von Schülerinnen und Schülern des Reutlinger Friedrich-List-Gymnasiums. (Das nächste Mal sollte dort unser Orchester oder die Bigband spielen!)

Am Ende tauschten wir uns noch mit Frau Sünder aus.  Sie war sehr erleichtert, dass der Empfang so ein Erfolg war und machte dem GT Mut, mit kreativen Ideen sich des neuen Titels "Schule ohne Rassismus" würdig zu erweisen.

Kommentar

 

Wir als „Schule ohne Rassismus“

Es spielt keine Rolle, ob wir einen akuten Anlass sehen, oder ob wir schon gegen Rassismus gehandelt haben. Dieser Titel: „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist keine Auszeichnung und kein Preis, sondern eine Verpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft.

Auch für Schulen, die vermeintlich von dem Problem des Rassismus nicht betroffen sind, ist es eine gute Motivation zu handeln, da man durch vorbeugende Maßnahmen jede Form von Diskriminierung im Keim ersticken kann. Einfach wegzuschauen und die Dinge laufen zu lassen ist etwas sehr Feiges, Unschönes und auch Gefährliches, auch mit Blick auf unsere Geschichte. Wir wollen uns einsetzen für eine tolerante und aufgeklärte Schule und somit einen Beitrag leisten für eine bessere Gesellschaft. Tolerant nicht nur im Sinne gegenüber Kindern mit ausländischer Herkunft, sondern auch gegenüber Menschen mit anderem Glauben, anderen Traditionen oder anderer sexueller Orientierung. Wer an die Rassenlehre glaubt und meint, er gehöre zu besseren Menschen, sollte sich durch Wissenschaft, also Biologie, Ethik und Theologie – und durch gesunden Menschenverstand eines Besseren belehren lassen. Gott hat jeden Menschen (zum Glück) unterschiedlich und mit Liebe geschaffen, darum gilt für uns Menschen wie es in Matthäus 25, 40 steht:

„Was ihr getan habt einem meiner geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“

Und für alle gläubigen Menschen gilt – egal welcher Religion sie angehören:

"Behandle die Menschen so, wie du von ihnen behandelt werden willst." (Goldene Regel)

Um unserer Verpflichtung gerecht zu werden, läuft pro Jahr mindestens eine größere Aktion zu diesem Thema. Außerdem ist es eines jeden Pflicht bei auftretenden Problemen zu handeln.

Unsere Motivation und Arbeit leisten wir für das eine Ziel:

Dem friedlichen Zusammenkommen

in unserer Verschiedenheit

an unserer Schule.

Ein Beitrag von: Tobias Brouwer JS1 - 2014

SMV

 

Bericht aus den Schulen

Projekte

Im Rahmen des 125-Schuljubiläums. Siehe auf unserer Homepage hier.

 

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