Vorlesewettbewerb 2016

„Wenn ein Kind lesen gelernt hat und gerne liest, entdeckt und erobert es eine zweite Welt“, schrieb Erich Kästner einst. Und so ist es kaum verwunderlich, dass der Autor zahlreicher Kinderbücher einer der Mitbegründer des Vorlesewettbewerbes des Deutschen Buchhandels war und als solcher stets für eine ausgedehnte Reise in das „Land des Lesens“ warb.

Für die Schüler der 6. Klassen des Gymnasiums Trossingen begann die Reise des bundesweiten Vorlesewettbewerbs vor wenigen Wochen ...

In ihren Klassen wählten sie jeweils drei ihrer besten Vorleser und Vorleserinnen und schickten diese in die nächste Runde. Aus der 6a traten Marcel Rudi, Marco Mantay und Pauline Wendelgaß an. Die 6b schickte Andreas Ulmer, Olaya De Rios Newiger und Lorelei Erik ins Rennen.

Vergangenen Montag fand nun im kleinen Saal des Konzerthauses der Schulentscheid statt. Alle Teilnehmenden präsentierten ihr Lieblingsbuch und lasen anschließend dem Publikum eine eingeübte Passage vor. Dabei achtete die Jury, bestehend aus Oberstufenschülern, Lehrern und Elternvertretern, besonders auf die Textauswahl, die Lesetechnik und Textinterpretation. Eine besondere Herausforderung für die Vorleserinnen und Vorleser stellte der Fremdtext von Ute Krause "Im Labyrinth der Lügen" dar, der von der Deutschlehrerin Martina Fichter angelesen wurde und von den Schülern und Schüler nacheinander vorgelesen werden musste.

Am Ende war sich die Jury einig, Pauline Wendelgaß zur Schulsiegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs zu küren.

Schulleiter Markus Eisele würdigte die Leistung und den Mut der jungen Vorleserinnen. Eisele betonte die Bedeutung des Lesens und des Textverstehens in der heutigen Zeit. Der Vorlesewettbewerb habe gezeigt, wie wichtig es sei, verständlich und spannend vorzulesen.

Jedes Jahr werden unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten die besten Vorleser und Vorleserinnen aller sechsten Klassen Deutschlands gesucht. Der Wettbewerb soll nicht nur die Freude am stillen Schmökern fördern, sondern auch hörbar zur Auseinandersetzung mit Kinder- und Jugendliteratur anregen.

 

Ludwig Keßler

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