Trossinger Schueler in China

 

12-tägige Chinareise war für alle Beteiligten ein voller Erfolg

Trossingen/Peking/Hangzhou/Shanghai - 22 Schüler der Jahrgangsstufe 1 machten sich gemeinsam mit den zwei Lehrern Peter Armbruster und Otto Schmidt im Rahmen eines Schüleraustausches nach China auf.

Die Reise startete bereits am Sonntag, den 23. Oktober um 6 Uhr am Trossinger Konzerthaus. Von dort aus fuhren wir mit dem Bus an den Flughafen in München, wo wir um 14:15 Uhr den 10 Stunden dauernden Flug nach Peking begannen. Ankunft in Peking war Montagmorgen 6:10 Uhr, was bedeutete, dass wir nach dem Flug noch einen ganzen Tag vor uns hatten. Am Flughafen wurden wir deutschen Schüler und unsere Lehrer von einem Reiseleiter empfangen, der uns in den ersten Tagen in Peking begleitete. Sofort fuhren wir mit dem Bus in die Berge außerhalb von Peking, wo man die große Mauer besichtigte. Am Nachmittag ging es dann in den Olympiapark und in das „Vogelnest“. Die Busfahrten zwischen den Programmpunkten wurden überwiegend zum Schlafen genutzt, da wir bis zur lang ersehnten Ankunft im Hotel beinahe 32 Stunden unterwegs waren. Typisch für Peking war auch der Smog, der am ersten Tag auf alle sehr erdrückend wirkte, was aber sicherlich auch mit der Müdigkeit und Erschöpfung zu tun hatte. Allgemein war das Wetter in Peking sehr kalt und die Sonne schaute durch den Smog nur selten durch. Am zweiten Tag besuchten wir die Verbotene Stadt, den Himmelstempel und einen großen Markt, auf dem es diverse kulinarische Besonderheiten wie etwa fritierte Skorpione gab. Am dritten Tag führte der Reiseleiter die Gruppe zum Sommerpalast, der ehemaligen Sommerresidenz des Kaisers, und in das chinesische Staatsmuseum direkt am Platz des Himmlischen Friedens. Am letzten Abend in Peking kamen wir dann noch in den Genuss der traditionellen Peking-Ente. Der darauf folgende Tag begann mit Packen, denn wir machten uns mit einem chinesischen Hochgeschwindigkeitszug auf die Reise nach Hangzhou Richtung Süden. In Hangzhou angekommen wurden wir von unserer Führerin bzw. Übersetzerin abgeholt und machten uns zu Fuß auf den Weg, etwas von der Stadt zu sehen, welche mit ihren modernen und kollosalen Bauten besonders imposant wirkte. Schließlich wurden wir herzlich von unseren schon bekannten Austauschschüler/innen am Stadion vom Hangzhou empfangen, da gerade ein großer Wettkampf der „Hangzhou No.4 Middleschool“ dort stattfand. Anschließend wurde unsere Gruppe nochmals im Stadion von den Verantwortlichen begrüßt und die Schüler hatten sogar eine kleine Aufführung für uns einstudiert. Danach ging jeder mit seinem Partner zu ihnen nach Hause oder je nach dem auch ins Hotel und lernte die Familie kennen. Noch am selben Tag unternahmen viele etwas, oft auch in Gruppen, was es für viele erstmal einfacher machte. Auch in den folgenden Tagen boten uns die Chinesen ein spannendes Programm. Einige gingen zum Beispiel in eines der riesigen Kaufhäuser mit Schlittschuhbahn und Karaoke-Bar, oder in den städtischen Zoo zu den Pandabären, zu den Wetlands und diversen Museen. Auch ein Sportwettkampf der Schule stand auf dem Programm, bei dem acht deutsche Schüler beim Staffellauf mitmischten, bei dem man sogar den ersten Platz errang. Auf keinen Fall fehlen durfte am letzten Tag eine Bootsfahrt auf dem Westlake, dem berühmten Wahrzeichen der Stadt, wo viele Chinesen heiraten gehen. Interessant war auch immer wieder das Essen mit den regionalen Spezialitäten sowie auch das Frühstück und die Wohnungen der Familien. Völlig anders stellte sich auch der Unterricht in der Schule heraus, die unter anderem einen eigenen großen Garten hatte. Leider war in Hangzhou das Wetter öfters von Nieselregen getrübt. Jeder konnte in der verbrachten Zeit seine eigenen Erfahrungen sammeln, jedoch hinterließ die Stadt bei den meisten positive Eindrücke. Der Abschied von unseren Partnern und Freunden fiel sichtlich mit ein paar Abschiedstränen und den letzten Bildern nicht leicht. Mit dem Bus machten wir uns auf nach Shanghai, wo wir die letzten Tage unserer Reise verbrachten. Shanghai ist auf Grund seiner Kolonialgeschichte sehr durch westliche Einflüsse geprägt und war wohl für die meisten der Höhepunkt der Reise. Nicht nur Shanghais Skyline beeindruckte, auch der Überblick über Shanghai vom Oriental Pearl Radio & TV Tower aus war gigantisch. Interessant war es, den scharfen Kontrast zu sehen, der zwischen der Innenstadt und den umliegenden Seitenstraßen herrschte, wo es weniger modern aussah. Hier gab es kleine Garküchen zu finden, in denen Bauarbeiter und Sekretärinnen auf dem Weg zur Arbeit mit Schweinefleisch gefüllte Teigtaschen aßen. Diese sind für die Metropole so typisch wie Hamburger für die USA. Wissenswertes gab es im Century History Museum zu finden, wo die Geschichte Shanghais informativ und liebevoll vom Bauerndorf über die Ankunft der Ausländer und deren Einflüsse bis hin zur heutigen Zeit beschrieben wird. Die westlichen Einflüsse kamen auch in einem französischen Viertel zum Ausdruck, welches mitten in Shanghai liegt, wie man es in dieser Art vielleicht gar nicht erwartet. Dieses eignet sich hervorragend für einen Spaziergang durch die kleinen Gassen und Straßen mit vielen Shops, Cafes und Restaurants. Die letzten Stunden in China wurden noch einmal vor der Skyline verbracht, deren Bilder nun 90% der Whatsapp-Profilbilder schmücken und Aufsehen erregen. Je weiter unsere Reise fortschritt, desto besser war auch das Wetter; so war es anfangs in Peking noch kalt und trüb, doch in Shanghai scheinte fast durchgehend die Sonne. Zu guter Letzt kann man sagen, dass die Reise nach China für alle Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Lehrer ein großes Erlebnis war, das so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird.

Von Elijas Schüz, Benedict Lang und Valentin Hugger

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