Verlauf und Dokumentation der Projekttage 2017

mit einem perspektivischen Bericht von Robin Möß und Johannes Messner - Kl. 8b.

Projektangebote

Verlauf

1. Projekttag

Bei der Projektwoche am Gymnasium Trossingen vom Freitag bis Dienstag arbeiten die beiden Schüler Johannes Messner und Robin Möß aus der Klasse 8b beim Projekt "Jahrbuch" mit. Im Rahmen dieser Arbeit haben sie sich zum Ziel gesetzt, die diversen Projekte und Aktivitäten mit Berichten und zu begleiten. Hier ihr erster Bericht:

Am gestrigen Freitag herrschte eine aufgelockerte und fröhliche Stimmung am Gymnasium Trossingen. Endlich fanden wieder die Projekttage statt, in denen Schüler einmal etwas Neues ausprobieren und erlernen können. An den letzten Schultagen werden verschiedene Aktionen in über 30 Projekten angeboten, deren Ergebnisse am kommenden Dienstag präsentiert werden sollen.
Erleben-Erleben
Sportlich geht es in mehreren Projekten zu. So zum Beispiel im Projekt „Get fit“, in welchem sportbegeisterte Schüler in der Solweghalle „verschiedene Aufwärm- und Ballspiele und diverse Sportarten wie Fußball, Handball oder Badminton spielen“, berichtet Daniel Walter, ein Teilnehmer dieses Projekts. „Am Montag fahren wir mit dem Fahrrad ins Spaichinger Freibad“, erzählt er begeistert weiter. Im Außenbereich der Solweghalle kann man ein weiteres Projekt namens „Erleben erleben“ beobachten. In diesem Projekt werden die personalen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und strategisches Vorgehen durch Aufgaben geschult werden, erläutern die Betreuer Isabel Meier-Lang und Christian Brand. Die Verschönerung der Musikräume des Gymnasiums ist dagegen ein völlig anderes Projekt. Die Teilnehmer bemalen Plakate mit Notenschlüsseln oder anderen Dingen, die mit Musik zusammenhängen. Anschließend werden die Plakate im Musikraum aufgehängt. Weil die Stadt Trossingen die Musikräume 2018 renovieren möchte, werden nur einfache Verschönerungen vorgenommen.
Sportliche Aktivitaeten
Nahe den Musikräumen duftet es nach Essen. Die Biologieräume wurden zu Küchen. Geschnippelt und gekocht wird in der „internationalen Küche“ unter Leitung von Dr. Peter Kunz. Direkt gegenüber findet das molekulare Kochen statt und nebenan entwickeln die Kinder ihre eigene Schokoladenmarke mit der dazugehörige Rezeptur. Dies geschieht unter Leitung der Schüler Maurice Steinich und Sebastian Hülsheger aus der Klasse 7b. Unterhaltsam geht es im Projekt der Lehrkräfte Jan Moser und Martina Fichter zu. Hierbei sollen sich die Teilnehmer gegenseitig unterschiedliche Gesellschaftsspiele vorstellen und gemeinsam spielen. Die Idee nennt sich „Was zock‘ ich, wenn der Strom ausfällt?“. Im Hinblick auf das Zeitalter der Handys und Computer meint Jan Moser, dass es bei Gesellschaftsspielen im Gegensatz zu Internetspielen noch echte Emotionen gebe. Auch die Teilnehmer sind sichtlich begeistert und gut gelaunt. „Man kann hier neue Leute kennenlernen“, so Noah Maier. „Man kann hier mit anderen Gesellschaftsspiele spielen“, fügt Samuel Forat glücklich hinzu. Dagegen sagt Moreno Quartarone etwas scherzhafter, aber mit Freude: „Ich denke, dass dieses Projekt mein Wissen über Gesellschaftsspiele erweitert und perfektioniert.“
Spiele-1 Spielen-2 Spielen-3
Wissen und Fähigkeiten mit Freude zu vermitteln, dass soll der Sinn dieser Tage an der Schule sein. Alle Projekte werden am kommenden Dienstag ab 15 Uhr präsentiert. Unter vielen anderen Projekten werden auch selbstgemachte Cocktails und Smoothies verkauft und außerdem ist ein Auftritt der Singer-Songwriter geplant. Das Gymnasium Trossingen erhofft sich ein zahlreiches Erscheinen.

2. Projekttag

Gestern gingen die Projekttage am Gymnasium Trossingen in die nächste Runde. Es bieten nicht nur die Lehrkräfte ihre Projekte an, sondern auch Schüler aus der Jahrgangsstufe 1 – die jüngsten sogar aus Klasse 7.
Bis Dienstag bereitet sich die Schulgemeinde auf die Präsentation vor.
Tierschutz
Aktiven Tierschutz konnten die Teilnehmer des Projekts von Josef Sellner und Tolga Durmaz live erleben, als sie am Montagvormittag zum Trossinger Tierheim für Katzen marschierten und dort von den Tierpflegerinnen informiert wurden. Selin Korczak und Julia Halas (Klasse 6a) finden den Schutz der Tiere wichtig, da sie genauso Lebewesen seien wie wir Menschen. Weiter erzählen uns die Schülerinnen, dass ihre Gruppe Plakate zum Thema macht, zum Beispiel zu Tierversuchen und Tierquälerei. Die andere Hälfte der Gruppe fuhr ins Tierheim nach Spaichingen.
Mehrere Projekte gab es von Schülern für Schüler. Mit der Produktion eines Filmes befassen sich 12 Schüler. Thema dieses Filmes sind die Projekttage als Ganzes. Das produzierte Material wird zwischen Getränkeflaschen und Chipstüten von dem gut gelaunten Team um Alexander Ehrle, Noah Mlinaric, Manuel Rosen und Fabian Gothe entsprechend nachbearbeitet und soll am Dienstag in der Ausstellung gezeigt werden. „Wir verwenden eigenes und vom Kreismedienzentrum geliehenes Equipment für unsere Aktion“, sagt Noah Mlinaric.
Unter Leitung von Susanne und Judith Marks, Annika Schmidt und Arthur Schall (Jahrgangsstufe 1) fand die „Internationale Küche“ statt. In drei Tagen werden Gerichte aus drei verschiedenen Ländern kennengelernt. „Am Freitag haben wir Quiche und Gratin gekocht“, erzählen sie. „Heute hat es Pizza und Tiramisu gegeben“ fährt Susanne Marks fort. Morgen sind die USA und ihre Köstlichkeiten an der Reihe. Neben dem Kochen werden auch die Rezeptbücher intensiv gelesen und zu einzelnen Gerichten wird recherchiert. Alle Ergebnisse werden, inklusive einer kleinen Auswahl zum Probieren, präsentiert. Cocktails und Smoothies werden in der Gruppe von Bianca Rainer (Jahrgangsstufe 1) hergestellt und im Schulhaus verteilt. Bianca Rainer zählt uns die Zutaten auf: „Wir verarbeiten Früchte, Joghurt, Sirup, Schokolade und weitere Lebensmittel.“
Erholung ist im Programm zur Meditation angesagt. Meditation sei zum Abschalten gut und man könne den Alltag hinter sich lassen, sind die Schülerinnen Pia Schmidt und Vanessa Gravili positiv überzeugt. Lehrkraft Evelyn Angst meint: „Man kann sich etwas Gutes tun, den Moment bewusst wahrnehmen, Neues ausprobieren und sich konzentrieren.“  Sichtlich kann man auch in der Schule sehr gut alles vergessen und einmal in sich gehen, wie man in diesem Projekt sehen kann.

3. Projekttag

Am Dienstag war der letzte Tag der Projekttage am Trossinger Gymnasium. Schülerreporter Robin Möß (Klasse 8 b) zieht ein Resümee:

Die Projekte sind fertiggestellt und werden präsentierfähig gemacht. Anschließend finden nachmittags ab 15 Uhr die Projektpräsentationen statt.
Nun ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen. Nach wie vor ist die Laune gut. „Die Stimmung ist gelöster und die Schüler noch mehr motiviert als üblich“, stellt stellvertretender Schulleiter Peter Armbruster fest.
Die passende Ergänzung bekommt er von Vanessa Ustenko: „Die Projekttage sind einfach cool.“ Im Projekt „Life-Skills“ haben die Teilnehmer alltägliche Dinge gelernt – Wie bindet man eine Krawatte? Wie isst man richtig? Wie bestellt man eine Pizza? „Unsere Lehrer sind sehr nett und wir lernen etwas fürs Leben“, sagen Robin Glunz (8b) und Tim Springer (9a).
Zum Abschluss werden die Schüler von Isabel Meier-Lang durchs Schulhaus gejagt – sie machen eine Rallye. Erste Aufgabe: Die Größe von Lehrern anhand von Karotten bestimmen. Eine fröhliche und laute Aktion.
Laut ist es auch in der Singer- Songwriter-Gruppe von Benjamin Bix und Simon Kienzle. Weit hört man das Schlagzeug und die E-Gitarren durch das Gebäude schallen. Schlagzeuger Nino Kaufmann (8b) freut sich schon sehr auf den Auftritt heute Mittag. Auch die anderen Musiker sind mit Feuereifer dabei, ihr selbstgeschriebenes Stück zu perfektionieren. Am Ende ist ein Stück entstanden, das einem lange im Ohr bleiben wird.
Jazz
Daniel Anselm (8a) hat einen Bumerang gebaut. „Ich mag Bauen sehr, deshalb habe ich mir dieses Projekt ausgesucht.“ Ein Stockwerk darüber findet das Geocaching statt. Niklas Drössler (7b) erzählt den Ablauf der letzten Tage: „Am Freitag haben wir uns selbst auf die Suche begeben, am Montag haben wir eine Schatzsuche erstellt und heute bauen wir einen Koffer für die Geräte, die wir gebraucht haben – ich habe viele Dinge dabei gelernt.“

Geocaching

Allgemein ist die Schüler- und die Lehrerschaft mit den vergangenen Tagen zufrieden. Schöner hätte Maja Heinemann (5c) aber ein Projekt innerhalb der Klasse gefunden, Jens Hohner (8b) hätte sich auch über ein Projekt zum Fallschirmspringen gefreut, nachdem er bei „Erleben erleben“ mitgemacht hat. Er betrachtet die Projekttage dennoch als sehr gelungen. Dies unterstreicht Friedrich Martensens These:

„Gute Projekte sind immer ein Gewinn für die Schüler“. Und hierbei sind sich alle einig und freuen sich nun auf die anstehende Präsentation und die baldigen Sommerferien.

Besucherstatistik Heute 259 Woche 259 Monat 5702 Ingesamt 503181