BUW

Beim diesjährigen Bundesumweltwettbewerb (BUW) in Kiel erhielt der Trossinger Gymnasiast Elijas Schüz gemeinsam mit seinen Teamkolleginnen Bernadette Szasz (Gymnasium Spaichingen) und der Studentin Michelle Sommer einen von zwei Hauptpreisen.

In ihrer Forschungsarbeit, die am Schülerforschungszentrum Tuttlingen entstanden ist, haben sie eine Methode zur chemischen Wasserreinigung unter Verwendung unschädlicher magnetischer Titandioxid-Partikeln entwickelt. Auf diese Weise wollen die Jungforscher vor allem Arzneimittelrückständen aus der Hausapotheke zu Leibe rücken. Das Gymnasium Trossingen, seit 2013 ausgezeichnet als „MINTfreundliche Schule“ für sein besonderes Engagement in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern, ist stolz auf diesen erneuten Erfolg eines seiner Schüler.

Unter der Überschrift „Wasser als Ressource“ beschäftigten sich die zum Wettbewerb eingereichten Projektarbeiten mit dem Erhalt der Ökosysteme Meer, Fluss, See oder anderer Gewässer. In ihrem Projekt konnten der Trossinger Gymnasiast Elijas Schüz (Jg. 2000) und sein Team zeigen, dass ihre innovative Idee der Wasseraufreinigung durch wiederverwertbare magnetische TiO2-Partikel funktioniert. Diese binden die schädlichen Bestandteile, die bei der häuslichen Arzneimittelentsorgung im Abwasser entstehen können und lassen sich anschließend wieder magnetisch entfernen – ein ökologisch verträgliches und wirtschaftliches Verfahren.

„Die Experimente, die sich auf wissenschaftlich hohem Niveau befinden und daher sehr anspruchsvoll sind, wurden kreativ ausgewählt. Die Experimente wurden sehr gut geplant, vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet.“, sagte Prof. Dr. Gerrit Schüürmann vom renommierten Helmholtz-Zentrum in Leipzig in seiner Laudatio. „Insgesamt handelt es sich um eine Projektarbeit über ein aktuelles umweltrelevantes Thema, die sowohl hinsichtlich der wissenschaftlichen Komponente (Wissen) und der Umsetzungs- bzw. Anwendungskomponente (Handeln) als auch der allgemeinen Leistungskriterien als hervorragend bewertet werden kann“, begründete er die Entscheidung der Jury. Das mit dem Hauptpreis verbundene Preisgeld in Höhe von 1500 Euro stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Verfügung.

Getreu dem Motto „Vom Wissen zum Handeln“ entstand auch das Projektthema, erklärt Elijas Schüz: „Es sollte natürlich mit Biologie und Chemie zu tun haben und vor allem einen Schwerpunkt auf die Umweltrelevanz legen. So hat sich unser Projekt mit der Zeit durch immer wieder neue Ideen während der Arbeit oder auch durch Impulse der verschiedenen Wettbewerbe weiterentwickelt. Es war ja bereits unser dritter Wettbewerb nach Jugend forscht und dem ICYS. Man lernt jedes Mal neue Menschen und spannende Projekte kennen.“ Der Abiturient freut sich schon auf das nächste Etappenziel, der iENA – der größten internationalen Erfindermesse – an der sie in den Herbstferien in Nürnberg teilnehmen werden. „Davor müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Das wir sicher noch einmal interessant.“

Das Gymnasium Trossingen gratuliert Elijas Schüz zu diesem bemerkenswerten Wettbewerbssieg auf nationaler Ebene. Die „MINTfreundliche Schule“ mit ihrem besonderes Engagement in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern ist stets bestrebt, Praxisnähe zu fördern und weiter zu entwickeln. Durch zahlreiche Angebote im naturwissenschaftlichen Bereich von NaWiPat über Roboter-AG und regelmäßige Exkursionen an die Schülerforschungszentren nach Tuttlingen oder Freiburg bis hin zur Teilnahme an Wettbewerben im MINT-Bereich findet eine kontinuierliche Stärkung des naturwissenschaftlichen Profils statt. Dazu trägt auch die jüngste Kooperation mit der PH Heidelberg im Projekt „KliN!“ (Dem Klimawandel nachhaltig begegnen lernen) bei, deren Projektunterzeichnung vergangenen Donnerstag stattfand.

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