2016 Romeo und Julia von William Shakespeare

Eindrückliche Impression

Theater-AG Gymnasium Trossingen spielt "Romeo und Julia" unter der Leitung von Herrn Preuß

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Schülerbericht

Romeo und Julia - die Theateraufführung am Gymnasium Trossingen

„O Romeo! Warum denn Romeo? Verleugne deinen Vater, deinen Namen! Willst du das nicht, schwör dich zu meinem Liebsten, und ich bin länger keine Capulet!“

- William Shakepeare

Wer möchte nicht einmal im Globe-Theatre Londons sitzen und den Flair Shakespeares beim Theaterstück „Romeo und Julia“ genießen? Dies im gewöhnlichen Schulalltag (also sofern man nicht gerade auf einer Exkursion ist) tatsächlich erleben zu können, scheint eine wagemutige Annahme. Dennoch hat sich diese erfüllt. 

Am 19. und 20. Juni 2016 hatte man die Möglichkeit, der Liebesstimmung des wohl bekanntesten Liebespaars beachtlich nahe zu kommen. Denn die Theater-AG des Gymnasiums Trossingen führte jene weltbekannte Tragödie im Konzerthaus gekonnt vor.

Capulet und Montague - das sind zwei verfeindete Familien in der italienischen Stadt Verona. Julia, die Tochter der Capulets, lernt Romeo, den Sohn der Montagues, auf einem Fest der Capulets kennen und lieben - die Liebe kennt dabei keine Grenzen und familiären Umstände. Die Liebe beider ist unbändig; heimlich lassen sie sich von dem Franziskanermönch Lorenzo vermählen - dies aber wird der Welt verschwiegen; eine Liebe, gar eine Ehe, zwischen zwei Kindern verfeindeter Familien ist inakzeptabel. Ein Streit zwischen Romeo und Tybalt, dem Vetter Julias, eskaliert und führt zum Tod seines Freundes Mercutio. Die Wut und das Rachegefühl übermannen den seelisch verletzten Romeo und er wird schließlich zum Mörder Tybalts. Aus Verona verbannt verzweifelt Romeo an der momentanen Situation: Die Verbannung setzt er dem Tod gleich - schließlich wird ihm durch die Verbannung Julia verwehrt bleiben. Die einzige Nacht, die ihnen noch bleibt, ist die Hochzeitsnacht. Nach dieser kurzen Zeit kehrt Romeo nach Mantua zurück; Julia hingegen wird mit einem Heiratsantrag von Graf Paris überrumpelt. Die Eltern Julias hoffen auf eine rasche Heirat mit dem Grafen, Julia hingegen möchte ihre Liebe nur Romeo widmen, willigt schließlich jedoch der Heirat ein; sie hat aber etwas anderes im Sinn: In ihrer Verzweiflung untergehend und von Lorenzo bekommend, ist sie nun in Besitz eines Schlaftrunks, welcher sie für 42 Stunden in einen sanften, aber tiefen Schlaf wiegt und die Welt sie jedoch als tot erachten lässt. Nachdem die Hochzeit zudem noch um einen Tag vorgezogen wird, sieht Julia keinen Ausweg mehr und schüttet sich den Trunk in ihren Mund - und stiebt augenscheinlich. Voller Trauer und Schmerz wird Julia von ihrer Familie beerdigt, indessen sollte Romeo durch einen Brief Lorenzos von dieser Tat in Kenntnis gesetzt werden. Dieser Brief kommt jedoch nie bei Romeo an, da der Bote, durch die Pest und deren gesundheitlichen Gefahren von einer Reise zu Romeo verhindert, wieder zu Lorenzo zurückkehrt. Derweil erfährt Romeo vom vermeintlichen Tod seiner Geliebten und eilt zum Grab Julias, wo er im Eifer des Gefechts den trauernden Grafen Paris in den Tod befördert. Nachdem er seine Julia voller Trauer und Verzweiflung betrachtet, nimmt er sich mit einem Gift seines Apothekers das Leben. Als Julia kurz darauf seinen Geliebten tot am Boden sieht, begeht auch sie nach einem Kuss und dem Trinken des restlichen Gifts Romeos mithilfe des Dolchs Romeos das Leben.

Diese romantische Tragödie mit dem wohl bekanntesten Liebespaar der Welt wurde mit einem Minimalismus an Requisiten realisiert - einem Minimalismus, welcher dem Zuschauer die Aufmerksamkeit auf die Darsteller und deren auditiven Komponente verleitet und so einen angenehmen Eindruck machte. Dass aber trotz allem die visuelle Komponente nicht zu kurz kommt, war zum Beispiel durch die epischen Kampfszenen mit einer Slow-Motion-Einlage gegeben.

Die Aufführung dieser Tragödie war in diesem Sinne ein voller Erfolg. Ob das Zitat von Shakespeare „Die Arbeit, die uns freut, wird zum Vergnügen“ auch für die Theater-Darsteller und deren Leiter Holger Preuß gilt? - Man kann, die Aufführung betrachtend, davon ausgehen.

Mai Saito

Impressionen der Aufführung

© Bilder von Mai Saito - 2016

 

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